Mittwoch, 7. Oktober 2009

Panama

Bocas Del Toro
Von Puerto Viejo ging es dann über die Grenze nach Panama.
Ziel: Bocas del Toro, die Haupt-Backpacker-Destination, wo es Party all week long gibt. Aber leider ist Quantität nicht immer auch mit Qualität verbunden. Waren auch etwas komische Leute da. Wären da nicht Georg und Stephan, ein Deutscher, der in Puerto Viejo unser Dritter im Bunde wurde, gewesen, Bocas wäre nicht so schön geworden. Mit denen beiden zu reisen war sehr lustig!
Die Natur um die Inselgruppe Bocas del Toro herum ist schon sehr sehenswert. Besonders die Tages-Bootstour war ein Highlight. Wir haben mehrere Schnorchelplaetze angefahren und waren am Red-Frog-Beach, wo es nicht nur sehr schön ist, sondern man auch mit Glück die selten gewordenen Roten Pfeilgiftfrösche sehen kann. Wer hatte wohl so viel Glück? (Und einen Dollar für ein kleines Indiomaedchen übrig:)
Georgs, Stephans und meine Wege trennten sich nach unserer gemeinsamen Zeit in Bocas. Georg musste nach San Jose zurück, wo sein Flug in die Schweiz ging. Stephan fuhr auch in die Richtung, weil er sich den Norden von Costa Rica und den Süden Nicaraguas anschauen wollte. Georg ist nun auch schon wieder in der Schweiz und Stephan wurde in Samara nachts im Hotel um alle seine Sachen erleichtert. Da sind welche in sein Zimmer eingebrochen und haben ihm alles geklaut, ohne das er es gemerkt hätte. Aber materielle Dinge lassen sich ja ersetzen... Jungs, war mir eine Ehre mit euch zu reisen :)

Panama City
Meine Reise führte mich weiter nach Panama City, wo ich mich ein paar Tage vom Partystress in Bocas erholen wollte. Habe dann auch ein paar Tage nichts wildes veranstaltet und viel relaxed. Hab mir einen kleinen Reisecomputer (Acer Aspire One) gekauft und kann dadurch viel Geld für Internetcafés einsparen. Das wird sich im Laufe der Reise amortisieren und ich hab einen Rechner, wenn ich zurück komme – gesetzt dem Falle, das kleine schmucke Ding wird mir auf der restlichen Reise nicht gestohlen...
Ich hab ein bisschen Sehenswürdigkeiten besichtigt, von den ich eine besonders erwähnen möchte: Den Panama Kanal. Hab da an der groessten Schleuse eine Weile zugeschaut, wie die Ozeanriesen durch die mehrstufige Schleuse geschleust wurden.


San Blas Inseln
Was soll ich über die San Blas Inseln nur erzählen. Man muss es eigentlich selbst sehen und erleben. Karibik pur – einsame Inseln mit weißen Sandstränden und Kokosnusspalmen. Diese Inselgruppe an der östlichen Karibikkueste von Panama erstreckt sich über circa 200 km in Richtung Kolumbien und besteht aus fast 400 Inseln und Inselchen – manche haben nur eine oder zwei Palmen drauf, andere sind mit bis zu 1000 Einheimischen bevölkert. Die Einheimischen heißen Kuna und sind ein sehr selbstständiger und traditionell lebender Volksstamm.
Eine mehrstündige Jeeptour brachte mich von Panama City an die Küste Von dort ging es mit einer Lancha erst einmal über einen Fluss bis zum Meer und von dort weiter auf eine der vielen Inseln. Meine hieß Pelicano und der Name war Programm: Pelikane gab es viele. Ansonsten noch ein paar Dutzend Palmen und ein paar Hütten Ich habe aber da es keine Moskitos gibt, in einer Hängematte geschlafen. Für 20$ am Tag gab es 3 Mahlzeiten, die Übernachtung und eine Tour zu einer der benachbarten Inseln. Wir waren in der ersten Nacht nur 10 Personen und es war sehr entspannend. Am nächsten Tag kamen noch weitere Gäste, aber es war trotzdem schön.

Nach entspannenden Tagen unter Palmen bin ich ein Kuna-Dorf gefahren, wo ich die letzte Nacht vor der Abfahrt meines Bootes nach Kolumbien verbrachte. Dort gab es wieder leckeres lokales Essen und ein trockenes Dach über dem Kopf; nachts regnete mal wieder stark und mein Rucksack wurde nass.

Am nächsten Tag ging es dann auf die Stahlratte. Aber das ist eine eigene Geschichte....

Dienstag, 6. Oktober 2009

Costa Rica

Von der Grenze auf die Halbinsel Nicoya
Georg und ich hatten uns an der Grenze von Nicaragua nach Costa Rica einen Mietwagen geliehen. Die nächsten sechs Tage waren wir nun unabhängig von den öffentlichen Verkehrsmitteln, was sich auch als richtige Entscheidung herstellen sollte, da die Busse, laut anderen, weniger privilegierten Reisenden :O) recht unregelmäßig fahren und man viel Zeit benötigt, vom einen Ort zum anderen zu kommen. Unser Wagen war ein Toyota Yaris und er sollte uns gute Dienste leisten. Wir fuhren gut gelaunt in Richtung Tamarindo, einem Surferort, wo wir die Nacht verbringen wollten. Dort angekommen suchten wir uns ein nettes Hostel und gingen bald zu Bett, da wir die Nacht zuvor nicht viel (in Georgs Fall gar nicht) geschlafen hatten. Tamarindo ist ein sehr durch amerikanische Surfer geprägtes Oertchen und uns gefiel es nicht so gut. Zudem hatten wir eine Empfehlung für einen guten Strand in der Nähe bekommen, den wir uns anschauen wollten. So fuhren wir dorthin und es war eine gute Entscheidung. Wir mussten ein Stück am Strand entlang fahren um den eigentlichen Strand zu erreichen. Nach einem schönen Schnorchel- und Schwimmtag fuhren wir weiter an der nordwest-costaricanischen Küste entlang Richtung Süden in ein weniger touristischen namens Samara zu gelangen. Nach etwas längerer Suche fanden wir eine Hütte am Strand für 15$ die Nacht für zwei Personen. In benachbarten Restaurant gab es auch eine nette Party die Nacht. Am nächsten Morgen öffneten wir die Tür unserer Hütte und konnten unseren Augen kaum trauen. Wir hatten die Nacht zuvor als es dunkel war, nicht sehen, was für ein schöner Strand vor unserer Tür lag.
Monte Verde
Nach einem Guten-Morgen-Schwimmen machten wir uns auf den Weg nach Monteverde, einer Nebelwaldregion mit gleichnamigem Dorf, wo wir dann auch gewohnt haben. Ein suesses Hostel mit Hund und Katz :) In Monteverde hat es einen Nationalpark, der den faszinierenden und artenreichen Nebelwald des costaricanischen Hochlands erhalten soll. Hier haben wir auch eine geführte Wanderung gemacht. Danach haben wir Canopy ausprobiert (Zip-Lining, also an Stahlseilen durch den Nebelwald und über die Baumwipfel hinweg sausen).

Manuel Antonio
Von Monteverde fuhren wir wieder an die Küste, diesmal aber an einen südlicheren Abschnitt, wo unser Ziel der Manuel Antonio Nationalpark sein sollte. Wir fuhren aber nicht alleine. Die sehr kuhle Holländerin Chantal, die wir in Monteverde beim Canopy kennen gelernt hatten, fuhr mit uns mit, was zudem die Kosten für den Mietwagen reduzierte ;) Auf der Fahrt hat es recht viel geregnet und verfahren hatten wir uns auch (nachdem ich eingeschlafen war :), weshalb wir nicht viel gesehen hatten. Aber der NP und das dazugehörige Manuel Antonio hat uns gut gefallen. Der NP ist direkt am Meer und es hat wunderschöne, wilde Strände, an denen sich so einiges an wilden Tieren tummelt: freche Affen, freche Eidechsen und noch frechere Waschbären :)) Auf dem Weg zum Strand hatten wir noch Schildkröten und Faultiere gesehen.


San Jose
Nach lustigen Tagen in Manuel Antonio und dem benachbarten Quepos ging es in Richtung San Jose, der Hauptstadt, wo wir auch schon unseren Mietwagen abgeben mussten, da die sechs Tage recht schnell um waren. Auf der Fahrt haben wir einer Brücke halt gemacht, wo man so gut wie immer eine Vielzahl riesiger Krokodile sehen kann. Ein paar Amis hatten dann auch noch ein paar Hühnerschlegel und ne Schnur dabei. Da ging’s ab!


Nach einer längeren Fahrt durch das insgesamt landschaftlich schon sehr reizvolle Costa Rica erreichten wir gerade noch rechtzeitig die Abgabestation von Alamo in San Jose. Die Stadt selbst ist nicht so reizvoll, aber unser Hostel war sehr gut ausgestattet: Pool, Dachterrasse mit Bar und Restaurant, Billardtisch und ganz vielen Computer zur freien Verfügung.

Puerto Viejo und die karibische Küste Costa Ricas
Nach einer Nacht in einem Hostel haben wir den Bus in Richtung Puerto Viejo an der karibischen Küste genommen. Im Gegensatz zur Pazifikküste wohnen hier vermehrt Schwarze, die oft englisch und kreolisch sprechen. Puerto Viejo ist ein Partydorf mit schönen Stränden in der Nähe Dort waren wir zuerst in einem lauten Partyhostel und dann in einem von zwei deutschen Brüdern geführtem Hostel. Außer am Strand liegen haben wir eine Tieraufzuchtstation besucht, wo wir mit Affen, Faultierbabies, Tucane, Schlangen und anderem Getier gespielt haben. War wie ein exotischer Streichelzoo, der aber einen guten Sache zugute kommt. Die Station wird von einem italienischen Biologenpaerchen geführt, die gefundene Tier aufziehen/-paeppeln und dann wieder in die Natur entlassen. Zudem betreiben sie Informationsarbeit bei den Einheimischen, die alle Schlangen für gefährlich halten und oft töten, wenn sie sie sehen.



Von Puerto Viejo gin ges weiter zur Grenze zu Panama, wo der naechste Eintrag dann die Reisegsschichte weiterfuehren wird...