Mittwoch, 13. Mai 2009

Antelope Canyon

Der Antelope Canyon ist ein traumhafter Ort. Er ist eine schmale von saisonalen Fluten aus dem Sandstein herausgewaschene Schlucht. Diese befindet sich wiederum auf Indianergebiet in der Naehe von Page, der groessten Stadt am Lake Powell in Nord-Arizona. Man muss eine gefuerhte Tour buchen, um den Canyon besuchen zu koennen, aber es ist nicht soooo teuer und man unterstuetzt die Indianer damit. Und die Tour war echt ein Erlebnis: Zuerst faerht man mit einem riesigen Jeep zum Canyon, was ein Abenteuer fuer sich ist.
 
Es geht zuerst durch Page und dann ueber eine laengere Sandpiste. Man ist da ganz schoen am Staubschlucken von den anderen Fahrzeugen. Am eingang des Canyons angekommen, bekommt man erst einaml eine EInfuehrung von dem Fuehrer, in unserem Falle von Joe...
Dann geht es in den Canyon rein. Er ist recht schmal und an windigen Tagen wie diesen rieselt auch staendig Sand auf einen herunter. Der Vorteil davon ist aber, dass man die Lichtstrahlen viel schoener sieht. Aber macht euch selbst ein Bild...

Ins Monument Valley...

...so, nachdem ich zwei Tage die Gegend um Moab (Utah) erkundet hatte, bin ich wieder Richtung Sueden gefahren, in Richtung Arizona. An der Grenze von Utah zu Arizona liegt das beruemte Monument Valley, dessen Restberge (im Englischen Buttes genannt) in vielen Wildwestfilmen vorkamen. Die ganze Region dort ist Indianerreservat (Navajo und Ute), so auch der Monument Valley Tribal Park.
 
Die Fahrt dorthin war auch sehr schoen. Man faehrt da lange Zeit ueber einen mit kleineren Baeumen bewachsenen Mesa (Tafelberg) und an dessen Bruchkante hat man dann einen herrlichen Blick ueber das Monument Valley...
  
... und die Goosenecks (Gaensehaelse) genannten Windungen des oberen Colorado Rivers (letztes Bild).

Dedicated to Andi K. ...

He zusammen,

diesen Post widme ich Andi, weil er so ein Autoenthusiast ist und bei meinen kleineren und groesseren Ausfluegen in die Offroad-Welt auch gerne dabei gewesen waere und auch viel Spass gehabt haette. Das folgende Video zeigt meine "Abfahrt" von dem Mesa, dem Tafelberg, in das Canyonland. Die Strasse war recht eng und holprig, die Serpentinen so eng, dass ich manchmal noch ein Stueck rueckwaerts musste, um um die Kurve zu kommen... Insgesamt waren es 55km Schotterpiste...


Donnerstag, 9. April 2009

Arches NP, Canyonlands NP und Moab (Utah)

Vom Mesa Verde Nationalpark, der im aeussersten Suedwesten Colorados liegt, bin ich nach Moab im suedoestlichen Utah gefahren. Moab gilt als Outdoor-Mekka in Coloroda. Mountainbiking, Jeeping und Rafting sind die Hauptsportarten. Als ich ankam wurde mir klar, dass da irgendetwas mit Jeeps los sein musste. HUNDERTE von bulligen Jeeps mit grossen Reifen uerall! Was war hier nur los? Als ich in meinem kleinen aber sauberen und guenstigen Motel eincheckte, da wurde mir auch gesagt, warum da so viele Jeeps zu sehen waren. Ich kam puenktlich zur alljaerlichen Jeep-Safari und hatte Glueck das letzte Motelzimmer zu bekommen! Puhh.. Naja, ansonsten haette ich halt irgendwo in der Pampa gepennt...

    
Am naechsten Morgen bin ich dann in den Arches Nationalpark gefahren, circa 10 Minuten noerdlich von Moab. Hier gibt es die meisten natuerlich entstandenen Steinboegen in der Welt (wenn man den Amis darin trauen kann).

    

Die ganze Landschaft um Moab herum ist schon traumhaft schoen. Ueberall rote Felsen, interessante Formationen, kleine und groessere Tafelberg, Canyons und Schluchten. Was man aber in den Nationalparks um Moab herum alles zu sehen bekommt, das ist schon gerade zu ueberwaeltigend schoen. Arches und der nicht weit entfernte Canyonlands Nationalpark sind unglaublich.
     

Canyonlands besteht aus mehreren Aussichtpunkten, wo man die riesige Canyonlandschaft des oberen Colorado-Flusses bewundern kann. Canyonlands ist somit eine Vorform des Grand Canyons. Nicht so tief und weit, dennoch sehr beeindruckend...

Mittwoch, 8. April 2009

Mesa Verde Nationalpark

Hmm, endlich wird es waermer. Im Mesa Verde Nationalpark hatte ich schon fast 60 Grad (circa 15 Grad Celsius) Fahrenheit!

Der Mesa Verde Nationalpark ist der einzige Nationalpark in den USA, der menschlichen Errungenschaften gewidmet ist. Diese Errungenschaften sind die Hoehlenwohnungen der sogenannten Pueblo-Kultur, einer Indianerkultur, die heute nocht in verschiedenen Staemmen fortlebt. Der Park umfasst einen Hochebene, die faelschlicherweise als Mesa bezeichet wird. In der Tat ist es aber eine Cuesta. Ein Mesa ist eine Hochebene, die nach allen Seiten steil abfaellt - ein Tafelberg. Eine Cuesta dagegen ist nur zu einer Seite hin steil abfallenden, zur anderen Seite lauft sie flach aus. Dadurch sind in dieser Cuesta mehrere Canyon enstanden, die als Besonderheit eine Vielzahl von natuerlichen Hoehelen und Felsvorspruengen vorweisen, in die die Inadianer der Fruehzeit ihre Behausungen (Pueblos) gebaut haben. Das groesste die Hoehlen-Pueblos (Crystal Palace) habe ich mit einer gefuehrten Tour besucht. Das besterhaltenste der Hoehlendoerfer konnte ich ohne Tour besuchen. 
    

Aber das schonste des Tages war dann doch die warme Sonne!!!

Immer noch Colorado...

Jaja, ich weiss. Manchen geht das ewige Skifahrberichterstatten bestimmt schon auf den Geist. Aber was ich hier in den San Juan Mountains im Sueden Colorados skifahrtechnisch erleben durfte, ist schon etwas besonderes.
Wie im letzten Post angekuendigt bin ich nach Telluride gefahren. Und zwar mit Devon, einem Ami, den ich in der Lobby von meiner Lodge kennen gelernt habe. Devon ist ein Ski-Bum, ein Wintersportverueckter. Er hat schon mehr von den Alpen gesehen als ich. Wir haben uns gleich recht gut verstanden und haben uns dann auch zum Boarden verabredet.

Telluride:

Das Wetter war traumhaft schoen... Kein Woelkchen am Himmel und Unmenegen neuen Schnees! Das Skigebiet ist auch ein Traum. Da gibt es die extremen Haenge, die man hinauflaufen muss und supertolle gruene Abfahrten, die man einfach nur so runder-carven kann!


Wir haben uns zum Einstieg fuer die steilste und laengste Abfahrt entschieden. Dummerweise bedeutete dies eine 2-stuendige Wanderung auf den hoechsten Berg des Skigebiets. Oh Mann, das war schon eine Quaelerei. Hat sich aber gelohnt:





unsere Abfahrt

unsere Abfahrt aus der Ferne betrachtet



Der Million-Dollar-Highway:

Am naechsten Tag sind wir nach Silverton gefahren und mussten dafuer ueber den Million-Dollar-Highway fahren, eine extrem enge und zumeist nicht absturzgeschuetzte Passstrasse, die ihren Namen von dem Silver- und Golderzabraum bekommen haben soll, mit dem und auf dem die Strasse gebaut wurde.


Bin die Strasse am Vortag bei guten Wetter gefahren und ein paar Tage spaeter bei Schneesturm. Ist ein Abenteuer fuer sich :O)


Silverton:


Das Staedtchen Silverton ist nicht ganz so suess wie Ouray, aber das Skigebiet ist einzigartig. Es gibt nur einen Lift und man muss dort gefuehrte Touren buchen. ABer was man da schnee- und abfahrtenmaessig geboten bekommt ist nicht in Worten zu beschreieben. Unmenegen von unberuehrten Tiefschneepisten in wenigen Minuten Entfernung vom Lift. Steile, extreme Haenge, die einem von erfahrenen Skifuehrern erklaert werden. Unberuehrte Abfahrten bis in den nachmittag hinein. Und das beste von allem: Helikopterfluege fuer 150 Dollar!


Habe ich 3 Stueck gemacht. Einen am ersten Tag und zwei am sonnigen zweiten Tag! Die beiden Abfahrten am zweiten Tag sind insbesondere erwaehnenswert.


Die erste war ein ewiglanger, breiter Tiefschneehang, wie man ihn aus den Werbevideos von Heli-Flug-Firmen her kennt. Wir haben da unsere Kurven in den weichen, pulvrigen Tiefschnee gezogen und sind auch dem Jauchzen gar nicht mehr heraugekommen. Die Abfahrt hat so suechtig gemacht, dass wir gleich einen zweiten Flug geordert haben, der uns auf den hoechsten Berg des Tales gebracht hat. Der Pilot war auch ein Unikat. Der landete mal eben auf einer Bergspitze, die nicht mehr Landeflaeche bot als ein ordinaerer Parklatz in einem Parkhaus. Die Abfahrt war extrem rasant. Zuerst ging es durch eine extrem steile Rinne, die mit Unmengen von Schnee gefuellt war. Danach oeffnete sich die Rinne zu einer weiteren steilen weiten Tiefschneeschuessel, die man am Schluss Schuss durchfahren musste. Mann, war das schnell. Es war wie surfen auf einer 13.000 Fuss hohen Welle :O)


Fuer jeden Tiefschneeenthusiaten: Silverton ist DER Platz auf der Welt, wo man mit relativ wenig Laufarbeit superschoene Abfahrten durch unberuehrten Schnee bekommen kann. Und dies zu einem sehr guenstigen Preis. Zudem ist das Skigebiet sehr familiaer und nach zwei Tagen hat man die meisten Gesichter schon mal gesehen. Die Unterkuefte in Silverton sind auch recht guenstig. Habe da zum Beispiel ne Fewrienwohnung fuer 150 Dollar gesehen. Da koennen sechs Leute unterkommen! Und so guenstige und halsbrecherische Helifluege habe ich sonst nirgends angebeoten gesehen!

Ein kleines Schmankerl der besonderen Sorte bekamen bei der Rueckfahrt in unser Motel geboten. In Silverton tobte gerade mal wieder ein Sandsturm. Das Foto ist NICHT bearbeitet!


So, jetzt aber endgueltig Schluss mit Schnee! Ich will jetzt Sonne!!! Auf meiner Abreise aus den Bergen hat sich die Sonne mit dem Schnee verbuendet und mich gebuehrend verabschiedet! :O)


Mein naechstes Ziel war der Mesa Verde Nationalpark. Davon aber mehr in meinem naechsten Post...


Donnerstag, 2. April 2009

Schneegestoeber in den Colorado Rockies

...so, ich bin wieder auf dem Damm. Jipieeeh!!! Die Woche Skifahren mit Johannes haben einen Riesenspass gemacht und gingen ratzfatz rum. Wir waren 3 Tage in Breckenridge, einen Tag in Arapahoe Basin und einen Tag in Vail skifahren. Besonders der sonnige Tag in Vail war ein Traum, wo wir eine laengere Abfahrt abseits der Pisten gemacht haben. Huefttiefer Pulverschnee und rasante Abfahrten zwischen verschneiten Baeumen... jiiiiiiiihaaaaaaa!!! Leider hatten weder Hanne noch meine Wenigkeit die Kamera dabei :O( Aber auf Fotos kommt's eh nicht so gut rueber...

Nachdem ich Hanne am Flughafen abgesetzt hatte, bin ich gleich wieder in die Berge gefahren. Mein Ziel war der Nationalpark "Black Canyon of the Gunnison", eine extrem steile und tiefe Schlucht, die man vom oberen Rand aus besichtigen kann.

Leider sind die meisten Strassen, Wanderwege und der Zugang zum Fluss im Winter geschlossen. Ist aber dennoch beeindruckend!

Vom Black Canyon fuhr ich dann nach Ouray (sprich JUH-RAEI), einem supersuessem kleinen Doerfle in den sehr schoenen San-Juan-Mountains, einem Teil der Colorado Rockies. Hier gibt es eine Schlucht, die im Winter zu dem "weltgroessten Eiskletterpark"(naja, sagen die hier halt mal...) umfunktioniert wird. Was aber noch viel toller ist, ist die Lodge, die ich hier gefunden habe. Ouray hat viele heisse Quellen und meine Lodge (http://boxcanyonouray.com) hat eigene "Hot Springs", die die vier Outdoor Hot Tubs (Aussen-Badewannen) speissen. Die sind auf Holzgestellen am Berghang gebaut und sind selbst auch aus Holz und bieten jeweils 2-3 Personen Platz. Bisher hatte ich aber immer eine fuer mich alleine :O) Die beiden folgenden Videos zeigen dies m. E. n. ganz schoen. Es ist einfach traumhaft, bei Schneefall in einer Hot Tub zu sitzen und die Flocken auf der Glatze schmelzen zu spueren *hihi* Leider sind auf dem VIdeo die Rehe nicht zu sehen, die die meiste Zeit hier um die Quellen herumstehen (oder gerne auch mal auf dem Parkplatz neben meinem Auto)





Die weiteren Plaene: Da es mal heute extrem schneit und morgen sonnig werden soll, werde ich nochmals Skifahren gehen. Morgen in Telluride, die viele Tiefschneeabfahrten abseits der Piste anbieten. Am Freitag habe ich mich in einem ganz besonderen Skigebiet angemeldet: Silverton Mountain. Hier gibt es nur einen Lift, der einen auf fast 4000 Meter bringt. Dort wird man dann von Fuehrern zu den besten Abfahrten begleitet. Man muss halt ein bissle wandern, aber dafuer hat man meist unberuehrte Abfahrten, denn die Anzahl der taeglichen Teilnehmer ist begrenzt. In der Hauptsaison ist es auch nur MIT Fuehrer erlaubt hier skizufahren. Nachmittags kann man dann noch fuer 150$ einen Heliflug zu einem noch weiter abseits gelegen Hang machen. Ich werde darueber berichten *grins*

Mittwoch, 25. März 2009

Von Vancouver nach Breckenridge, Colorado

...ja, diesmal fasse ich einen sehr grossen Reiseweg relativ knapp zusammen. Es hat auch seinen Grund, denn die Wegstrecke von Vancouver wieder in die USA, wo ich durch Washington State, Oregon, Idaho, Wyoming, Utah bis nach Colorado gefahren bin, war ich krank und bin es immer noch. War heute beim Arzt und der meinte ich hatte wohl die richtige Grippe und nun ist es nur noch eine Sinusitis und eine Entzuendung der oberen Atemwege. Naja, so richtig gut fuehl ich mich nicht, aber wenigstens ist es keine Lungenentzuendung und ich kann morgen skifahren gehen. Habe gestern den Johannes, einen Kumpel aus Deutschland, vom Flughafen in Denver abgeholt. Jetzt sind wir in Breckenridge in den Rockies, in einem sehr schoenen Hotel in den Bergen.

Was auf der Fahrt so alles zu sehen war (wg. Krankheit war ich auch etwas Foto-faul):
- Seattle
- Olympic National Park
- Portland, Oregon
- Columbia River Schlucht


- Blue Moutains, Ost-Oregon
- Sued-Idaho
- Bruneau Dunes State Park


- Craters of the Moon National Monument

- Jackson, Wyoming
- Salt Lake City, Utah
- Ost-Utah / West Colorado (Dinosaur National Monument)


So, dass war's fuer heute. Wenn ich wieder auf dem Damm bin, dann gibt es auch wieder aussagekraeftigere und liebevollere Post...versprochen!

Alles Liebe, Euer Marco

Montag, 16. März 2009

Neues aus Vancouver

...ein kleines Video zu Einstieg. Skifahren in Vancouver. Es gibt 3 Skigebiete in unmittelbarer Naehe zur Stadt, die sich ja bekannterweise an die Berge schmiegt. Der schoenste Hang ist m. E. Grouse Mountain, weil man da eine herrliche Aussicht auf die Stadt hat. Wie man in dem Video sehen kann, gibt es abends auch Flutlicht und der Blick ueber das beleuchtete Vancouver ist bezaubern!

Meine Zeit in Vancouver geht auch schon wieder zu Ende. Morgen frueh werde ich in Richtung Seattle aufbrechen. Mit mir wird Michi, ein Schwabe :), kommen, den ich hier im Hostel kennen gelernt und mit dem ich einiges unternommen habe. Er will auch nach Seattle und da teilen wir uns die Spritkosten.

Der schoenste Tag hier war - neben dem Skifahren - der Tag, an dem wir bei strahlenden Sonnenschein an den Straenden entlang in den Stanley Park gewandert sind. Stanley Park ist der Central Park von Vancouver, ein Stueck urspruenglichen Regenwald der gemaessigten Breiten, von dem hier an Nordwestkueste Amerikas leider nicht mehr viel uebrig geblieben ist. Es gibt da auch einige beachtliche Baumriesen... und ein Stueck Wiese, auf dem wir Frisbee gespielt haben *grins* hat Spass gemacht und mein vom Buerositzen degenerierter Koerper entwickelt wieder Sprungkraft und Ausdauer. Die Fettpoelsterchen sind auch etwas weniger geworden LOL


Die schoenen Sonnentage sind leider seit zwei Tagen vorbei. Es regnet und schneit abwechselnd und ich bin froh, wenn ich wieder in sonnigere Gefilde komme. Mal schauen, vielleicht ist Seattle und der Olympic National Park etwas mehr von der Sonne verwoehnt?!?

Montag, 9. März 2009

Von Bozeman nach Vancouver

Es ist schon wieder etwas Zeit vergangen, seit ich Bozeman verlassen habe. Ich bin einen Tag spaeter in Kanada eingereist. Hatte dovor eine Nacht im Glacier NP auf der US-Seite verbracht. Mann, dass war meine kaelteste Nacht bisher. Minus 20 Grad! Im Auto! Da war mir schon etwas frisch um die Nase am naechsten Morgen. Aber mein Schlafsack ist echt super und ich habe nicht gefroren, wenngleich es auch nicht so richtig kuschelig war :O)

Nach meinem allmorgentlichen heissen Tee war ich dann auch bereit die Grenze nach Kanada zu ueberqueren. Der Grenzuebergang, den ich nahm, ist sehr klein und daher waren die Formalitaeten rasch erledigt. Nach 10 Minuten war ich dann in Kanada und fuhr durch die verschneiet Praerie.

Das war echt sehr beeindruckend, da die verschneite sanfte Huegellandschaft wie Alaska oder Groenland anmutet. Dann sind da noch die herrlichen Rocky Mountains, die in dieser Gegend auf die flache Prarie treffen. Ich fuhr entlang den Rockies nach Norden. Ich machte einen kuezen Stop im Waterton Lakes NP, wo ich im Jahr 2004 schon einmal war und Genevieve und Alexander kennen lernte, ein ganz liebes franko-kanadisch-bayrisches Paerchen, mit denen ich damals eine der schoensten Wanderungen meines Lebens hatte (Gruesse nach Ingol-Town :O). Mein Ziel an diesem Tag war Fernie in Britisch Columbia (BC), wo es ganz tollen Schnee haben soll. Nun ja, als ich da nach ein paar weiteren Stunden Fahrt ankam, merkte ich bald, dass der Schnee EIGENTLICH immer toll ist, nur gerade jetzt wo ich da bin nur durchschnittlich ist. Daher entschied ich mich dafuer, noch an diesem Tag bis Banff durch zu fahren. Die Fahrt dorthin ist wunderschoen. Die kanadischen Rockies haben ihren eigen Zauber. Spaet abends bin ich dann in Banff angekommen und ich verbrachte die Nacht in meinem wagen auf dem Parkplatz des Sunshine-Skigebiets, wo ich die naechsten 2 Tage auch Snowboarden war. Das Wetter war okay, aber der Schnee war ziemlich hart. Ich hatte offensichtlich ein sehr schlechtes Jahr erwischt, denn jeder mit dem ich redete machte mich darauf aufmerksam, dass in diesem Winter die Alpem extrem viel Schnee abbekommen, aber die Rockies ein sehr schlechtes Schneejahr haben. Man muss aber sagen, dass der Schnee bisher fuer meine Verhaeltnisse immer noch OK bis gut war, aber halt nicht der extreme Powder, den man sich so vorstellt, wenn man ueber Nordamerika spricht.

Von Banff ging es dann weiter nach Revelstoke, ein Ort der beruehmt ist fuer Heliskiing. Dies war schon immer mal mein Tarum und so wollte ich es auch dort machen. Ich fuhr also nach Revelstoke, wo ich mich in einem kleinen Hostel einquartierte. Kaum war ich angekommen, da hatte ich auch schon zwei Hollaender und einen Deutsch-Schweitzer kennen gelernt, die auch Heliskiing gehen wollte. So fuhren wir gemeinsam umgehend zu dem Heliski-Anbieter, der noch nicht voll ausgebucht war. Dies hatten die Hollaender naemlich schon herausgefunden. Der Wetterbericht verhiess gutes Wetter fuer Mittwoch (2 Tage spaeter) und so buchten wir einen Trip. Der Trip umfasst 3 Abfahrten, Fruehstueck, Mittagessen und Apres Ski. Der Nachteil: Es kostet 750 kanadische Dollar. Naja, wenn's schee macht, dachte ich mir. Es war schon lange ein Traum von mir und ich hoerte, dass es in anderen Skigebieten noch viel teurer sei. So haben wir halt gebucht und freuten uns unglaublich auf den Tag. Leider hielt der Wetterbericht nicht das, was er versprach und wir hatten nicht so tolles Wetter.

Die Hubschrauber fliegen dann meist trotzdem, aber man faehrt dann nicht in hochalpines Gebiet, sonder man bleibt tiefer und faehrt zwischen den Baeumen.


Das macht auch einen Heidenspass, aber wir waren doch etwas enttaeuscht, da wir uns alle unter Heliskiing kilometerlange Powderhangabfahrten vorgestellt hatten und nun hatten wir "nur" kurze Abschnitte, wo mann nach Herzenslust Kurven in den unberuehrten Schnee ziehen konnten, ohne auf Baeume aufpassen zu muessen. Aber wie gesagt, unberuehrten Schnee hatten wir da auch und es war guter Powderschnee. Man faehrt dann zwischen den Baeumen, springt mal ein kleines Cliff runter (die Landung ist immer sehr weich, egal wie man landet :) und surft durch kleine offene Abschnitte. Wir bekamen dann auch noch eine vierte Abfahrt umsonst und der Flug an sich mit dem Hubschrauber machte auch einen Riesenspass.

Dennoch: Falls ich es nochmal machen sollte, dann warte ich auf perfektes Wetter!

In Revelstoke bin ich dann auch noch im Skigebiet, aber abseits der Piste fahren gewesen. Da muss man halt etwas wandern, aber man wird dafuer auch mit tollen Abfahrten belohnt.


Leider ist man da nicht der einzige, der da in der Pampa rumwandert, so sind die Abfahrten auch nicht ganz unberuehrt, aber dennoch ist es viel mehr Spass so etwas zu machen, als die normalen Pisten zu fahren. Obwohl, wenn ich mir das folgende Foto & Video noch einmal anschaue... so schlecht waren die Pisten da auch nicht :O)




Aber mein bestes Tiefschneeerlebnis wartete noch auf mich :O) Von Revelstoke bin ich dann in ein anderes Skigebiet geduest - Big White.


Der Name ist auch Programm. Den Tag an dem ich mit dem Schweizer, den ich netterweise mitgenommen habe *gell Dominik, grins*, in dem Skigebiet ankam, da hatte es -11 Grad und es schneite wie Sau. Trockener Powdersnow!!! Wir sind dann in dem Hostel, welches direkt neben einer Abfahrt liegt, eingecheckt.

Peter, ein Ost-Kanadier, den wir in Revelstoke kennen gelernt hatten, haben wir da auch wieder getroffen und wir verabredeten uns fuer einen gemeinsamen Ski-Tag.

Als wir den folgenden Morgen erwachten trauten wir unseren Augen kaum. Es war kein Woelkchen am Himmel und wir wusstem, dass uns mind. 30-40 cm Powder erwarteten! Am Vorabend hatten uns Locals auch schon die besten Abfahrten und Haenge, die man sich erlaufen muss, auf der Karte gezeigt. So steuerten wir zielsicher den hoechsten Berg an, wo wir circa 10 Minuten hochlaufen mussten (durch Tiefschnee, keuch)!

Aber da hatten wir alle die besten Abfahrten unseres Lebens. Steile, unberuehrte Tiefschneeabfahrten versetzten uns in Extase und wir jauchzten die ganze Zeit vor Glueck! So ging das ein paar Mal, bis wir vom Tiefschneehochwandern und -abfahren so erschoepft waren, dass wir erstmal etwas essen und trinken mussten.



Auf den Bild links unten bin ich in Action zu sehen...Bissle klein, aber ich schwoer's, ich bins! :O)

Am naechsten Tag war dann wieder Schneesturm und fast keine Sicht. Da bin ich einfach weitergefahren Richtung Vancouver, da es in diesem Skigebiet eh nicht mehr besser werden konnte. Ausserdem muss ich etwas voranmachen, da ich mich um den 22. Maerz herum mit Hanne, einem Freund aus Deutschland, in Colorado treffen werde. Er arbeitet auf einem Projekt in den USA und hat ne Woche frei.

Ich werde nun fuer ein paar Tage in Vancouver bleiben, alte Bekannte treffen und hier in den lokalen Skigebieten und in Whistler etwas boarden gehen, bevor ich kommende Woche wieder in die USA einreisen werde. Die ersten Ziele schon mal vorab: Seattle und Olympic NP...

Bis bald, Euer Marco